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Der Star wird 100 hundert!

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1911: Roald Amundsen erreicht knapp vor Robert Scott den Südpol, Marie Curie erhält in Stockholm ihren zweiten Nobelpreis verliehen und in New York lief erstmals eine Knickspant-Jolle, an die ein Kiel angehängt worden war, vom Stapel. „A Star was born.“ Das Starboot ist damit nicht nur seit 100 Jahren noch immer existent, sondern wird heute noch in 38 Ländern von über 2.200 Seglern aktiv auf den Regattabahnen gesegelt. Bereits an der 1. offiziell bekannten Starbootregatta am 30. Mai 1911 in New York nahmen über 20 Starboote teil!


Seit 1932 (mit einer einmaligen Ausnahme 1976) ist das Starboot olympisch und damit auch die älteste Bootsklasse in der um olympisches Silber gesegelt wird.

Seit je ist das Starboot Anziehungspunkt vieler hoch dekorierter Segler, die nach einer erfolgreichen Seglerkarriere in andern - vor allem Jollenklassen - eine neue Herausforderung suchen. So nahmen an der vorjährigen Europameisterschaft in Italien 137 Starboote aus 27 Ländern teil! Darunter fanden sich neben zahlreichen Olympioniken auch Segler, die der Segelszene der letzten Jahre ihren Stempel aufgedrückt haben, wie etwa Robert Scheidt, Serienweltmeister und zweifacher Olympiasieger im Laser aus Brasilien.
Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass die höchste von der ISAF vergebene jährliche Auszeichnung, der Rolex Sailor of the Year Award, in den letzten 11 Jahren von 6 Seglern gewonnen wurde, die derzeit Starboot segeln.

Auch ein ganz Großer der Österreichischen Segelszene hat der Starbootklasse Jahrzehnte lang seinen Stempel aufgedrückt: Hubert Raudaschl.
Zusammen mit seinem Vorschoter Karl Ferstl gewannen sie 1980 bei den Olympischen Spielen in Moskau die Silbermedaille in der Starbootklasse.

Wie so vieles in den letzten 100 Jahren hat sich auch das Starboot verändert und weiterentwickelt. Die Veränderungen wurden jedoch immer so behutsam vorgenommen, dass der Geist der Klassengründer noch immer erhalten ist und nicht nur die Besten der Besten sondern auch sehr viele Segler von einer Bootsklasse angezogen werden, die sie nahezu ewig in ihren Bann zieht und nur mehr schwer loslässt.

Blickt man in frühe Ergebnislisten, so finden sich neben prominenten Namen wie Dennis Conner und Lowell North - um nur zwei herauszugreifen - auch sehr viele Frauennamen. Die bekannteste ist wohl Mary Etchells, die zusammen mit ihrem Mann Skip 1951 Weltmeister im Star wurden.
Diese Tradition lebt offensichtlich in den letzten Jahren auch wieder in Österreich und Deutschland auf. Ein Blick in die Österreichische Bestenliste der Vorschoter(innen) des letzten Jahres zeigt als Siegerin Martina Mittendorfer und auf Platz fünf Hermine Schlagbauer–Wadl. Die großen und schweren Jungs an der Vorschot im Star scheinen damit zumindest auf unseren Segelrevieren nicht mehr unbedingt erforderlich zu sein.

Auf den internationalen Regattabahnen versuchen derzeit Hans Spitzauer und Adi Lützlbauer eine andere Tradition fortzusetzen, sie wollen sich im Starboot für die Olympischen Spiele in London 2012 qualifizieren.

Alle, die eine sehr traditionsreiche aber auch sportlich herausfordernde Klasse kennen lernen möchten und das Starboot in die nächsten 100 Jahre begleiten möchten, finden Informationen über die Aktivitäten rund um den Jubilar auf der Homepage der Österreichischen Starbootsegler unter www.starclass.at und der Website der International Star Class Yacht Racing Association (ISCYRA) unter www.starclass.org

Star 2011

Aktualisiert ( Dienstag, den 01. März 2011 um 20:12 Uhr )  

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